Unterwegs am Eisernen Vorhang

Am Mittwoch, dem 7. 10. 2026, begab sich die Klasse 8B gemeinsam mit der Wahlpflichtfachgruppe Geschichte auf eine Exkursion nach Gmünd und České Velenice . Die letztgenannte Stadt war im Jahre 1920 aus den ehemaligen Vororten Gmünds entstanden, welche man auf Grund des Vertrags von Saint Germain der Tschechoslowakei angegliedert hatte. 

Das Programm der Exkursion begann mit einem Besuch im Haus der Gmünder Zeitgeschichte, wo die Schülerinnen und Schüler bereits von Herrn Harald Winkler, einem Experten für Lokalgeschichte aus der Stadtamtsdirektion, erwartet wurden. Dieser vermittelte eine kompakte Einführung in die Zeitgeschichte seiner Heimatstadt. Danach erfolgte eine Vertiefung des neu erworbenen Wissens durch die Lösung von Problemstellungen auf Arbeitsblättern. Anschließend führte Herr Winkler die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Exkursion auf einem historischen Stadtspaziergang durch Gmünd und České Velenice, wobei auch ein rekonstruiertes Stück des Eisernen Vorhangs zu betrachten war. Im Zuge der Führung kam manch ein interessanter Zusammenhang ans Licht. So ließ der St. Pöltner Bischof Michael Memelauer in den Jahren 1950–1953 die Gmünder Herz-Jesu-Kirche, den „Dom des Waldviertels“, in einer Art und Weise errichten, dass sie auch als Signal an die unterdrückten tschechischen Christen verstanden werden konnte: Von České Velenice aus ist sie zu sehen und ihr Glockengeläut zu hören. Die Beiträge der Schülerinnen und Schüler in den Gesprächen mit Herrn Winkler zeigten, dass das Thema der Exkursion ihr Interesse gefunden hatte.

Text: Mag. Ernst Kudielka
Fotos: Mag. Paul Huber
 

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